Welcome to Night Vale


Welcome to Night Vale von Joseph Fink und Jeffrey Cranor

Zusammenfassung:

Night Vale, ein Städtchen in der Wüste. Irgendwo in der Weite des amerikanischen Südwestens. Geister, Engel, Aliens oder ein Haus, das nachdenkt, gehören hier zum Alltag. Night Vale ist völlig anders als alle anderen Städte, die Sie kennen - und doch seltsam vertraut.
Jackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem mit Bleistift die zwei Worte "King City" geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich niemand an ihn - aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen. Zusammen mit der alleinerziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers geht Jackie daran, das Rätsel von "King City" zu lösen.

Rezension:
Our town is once again facing a serious tarantula problem. the Night Vale Unified School District indicated that fewer than one in five tarantulas graduate from high school. Indeed, most spiders never even enroll in public education, choosing to instead spin webs and eat smaller insects.
Deutsch:

Jeder
 der jemals einer Episode des  Welcome to Night Vale Podcast gehört hat, weiss bereits was auf ihn zukommt, denn dieses Buch ist eine ziemlich perfekte Adaption des Podcastes in ein Buch-Format. Das ist zwar einerseits ausgezeichnet umgesetzt worden, allerdings, fürchte ich, auch was es ein wenig langweilig macht.


Um ganz ehrlich zu sein: Ich habe in letzter Zeit nicht sonderlich viel gelesen. Klar, ich habe an einem Midterm gearbeitet und das ist ziemlich ermüdend, aber keine Ausrede um so gut wie gar nicht zu lesen (ich übertreibe natürlich, aber, um ehrlich zu sein, ich bin wirklich ziemlich enttäuscht von mir). Also habe ich gestern (Dienstag) beschlossen, dass ich morgen (Mittwoch) das ganze Night Vale Buch am Stück lesen werde (nun ja, ich hatte schon die ersten fünf Seiten oder so gelesen gehabt), was ich gemacht habe (bin um 23:30 fertig geworden und war ziemlich stolz auf mein Zeit-Management). Das Problem ist, dass ich nicht glaube, dass man dieses Buch tatsächlich am Stück lesen sollte. Das ist wie mit dem Podcast, wenn man viele Episoden am Stück hört: Man wird taub gegenüber dem Gefühl der Fremdartigkeit, welche diese Geschichte mit so ziemlich jedem Wort vermitteln will.

Aber was bedeutet das jetzt? Nun, ganz einfach: Das Buch verliert, was es speziell macht. Denn, Hand auf's Herz, die Handlung ist nicht wirklich das Interessante und das Ende treibt auch keine Nägel ins Holz, was den Leser (mich) interessiert ist die Merkwürdigkeit von Night Vale. Auch im Podcast gibt es immer eine Handlung, welche sich im Hintergrund abspielt, aber was den Hörer (immer noch mich) wirklich interessiert ist die merkwürdige Art, wie Dinge passieren, die merkwürdige Art, wie auf sie reagiert und mit ihnen umgegangen wird und die merkwürdige Art, wie die Dinge wieder geradegebogen werden. Zu viel von dem ganzen merkwürdig und der Leser/Hörer (huhu) wird dem gegenüber immun und macht ihn (jop, mich) gleichgültig. 

Heisst: Solltest du vorhaben dieses Buch zu lesen (ich kann es empfehlen, hör wenigstens in den Podcast rein, der ist wirklich toll), dann lies es nicht am Stück. Lies einen Teil und lass den dann wirklich einsinken, bevor du mehr liest. Ich denke, dass man so die grösstmögliche Freude aus diesem Buch schöpfen kann (keine Garantie, allerdings). 

Was ich allerdings noch mal betonen will ist, wie toll dieses Buch umgesetzt wurde. Es ist dem Podcast komplett treu geblieben und die meiste Zeit hat Cecil das Buch in meinem Kopf vorgelesen. der Stil hat perfekt gepasst, das Komisch war so komisch wie eh und je, Bibliothekare sind angsteinflössend und (nur für den Fall) Engel existieren definitiv nicht.
They hid against a long row of novels, most titles unreadable under a gnashing of teeth and claw marks. Diane looked up to see a shelf full of Ursula K. Le Guin books, streaked with four long, brownish stains. Poor book lovers, Diane thought, dragged away just as they found that perfect read.
English:

Everyone who's ever listened to an episode of the Welcome to Night Vale Podcast already knows what's in store for him in this book. It is pretty much a perfect adaption of the podcast into a book-format. This is both excellently done but at the same time, I'm afraid, also makes it a little dull.

Full disclosure: I haven't been reading much in the last few weeks. I've been working on a Midterm, and sure, that's draining but, at the end of the day, it's not really an excuse to just not really read anything at all (I'm exaggerating, of course, but, frankly, I am kind of disappointed in myself). So, yesterday (Tuesday) I decided to just read the whole of Night Vale (I've read maybe five pages since I decided on reading that one next) tomorrow (Wednesday, obviously), which I did (finish at 11:30pm and am quite proud how well the time worked out). The thing is, I don't think that one's actually supposed to read this one in one go. It's like listening to many of the podcast episodes in a row (which I did at several points in the past): One gets numb to the feeling of strangeness this story tries to convey in pretty much every word.

But what does that mean? Well put simply: The novel loses what makes it special. Because, honestly, the plot really isn't that interesting and it's ending isn't exciting, I was never really interested in anything that or anyone who happened. It's the same as in the podcast, there is always some kind of storyline going on in the background but it isn't that storyline that you listen for, it's the strangeness, how such a strange thing happens, how it is being dealt with in this strange city and how strangely it is resolved. But too much strange just immunises the reader (me) and makes him (still me) indifferent. 

Meaning: Should you plan on reading this book (I would recommend it, or at least listen to the podcast: it's great), don't read it all at once. Read a couple of chapters and let that sink in before you read more. I think that's how you would get the greatest amount of enjoyment out of this book (naturally, I can't be completely sure about that since, well, that's not how I read the book).

However, I want to stress how excellently this book was executed. It stayed completely true to the podcast and half the time I Cecil was narrating the story in my head. The style perfectly fit to the podcast and certainly did it justice. The weird was just as weird as ever and librarians are scary. Also; angels do not exists (just in case).

Bewertung:

Also, yo. Die Geschichte an sich war nicht übermässig interessant, das Komisch hat sich schnell abgenutzt, aber es war alles so schön geschrieben, wie man es schon kennt: 3/5 Sterne.

Details:

Name: Welcome to Night Vale
Deutscher Titel: Willkommen in Night Vale
Autor: Joseph Fink, Jeffrey Cranor
Verlag: Harper Perennial
Seitenanzahl: 401
Wo?: Amazon

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