In My Darkest Hours


In My Darkest Hours von Eva Lucia

Zusammenfassung:

"What happens when the light suddenly disappears and it’s only the darkness that remains?”
In my darkest hours is the first collection of poetry published by the Danish writer and singer songwriter, Eva Lucia. 
The collection of poetry consists of twenty-four poems that deal with human loss, love and frustration. 
It specifically focuses on the contrast between darkness and light that often manifests itself in the human-mind during a time of psychological struggle. 
This literary piece leaves the reader enthralled and in search of the indefinable.

Rezension:

Gedichte sind immer schwer. Schwer zu schreiben, schwer zu mögen, schwer zu erklären. Das liegt daran, dass sie oft einfach sehr subjektiv aufgenommen werden. (Also noch stärker als ohnehin schon alles subjektiv aufgenommen wird. Urgh. Siehst du? Hier fängt es schon an - nichts kann man anständig erklären!) Es gibt einige wenige Gedichte, bei denen das weniger ist ("This Is Just To Say" von William Carlos Williams gehört dazu, aber auch das wird oft mit gemischten Reaktionen begrüsst. "Darum geht es bei Gedichten nicht.", "Ich finde es einfach nicht lustig.", "Zum Schiessen!", "Das ist ein so schöner Umgang mit Sprache" sind nur einige der wenigen spontan erfundenen Formulierungen zu gleich wenigen realen Beschreibungen, die ich schon dazu gehört habe.) und welche bei denen das sehr extrem ist. Besonders, weil Gedichte, wie soll ich sagen? Sehr fest auf ihre zugrunde liegenden Gefühle reduziert werden. Das kann entweder sehr effektiv sein oder gar nicht funktionieren.


Was ich damit sagen will ist schlichtweg dies: Egal was ich hier über dieses Buch sage, es besteht eine sehr gute Chance, dass es für dich sehr irrelevant ist (jetzt mal abgesehen von dem Szenario, in dem du allgemein gar nicht an Gedichten interessiert bist). Warum das jetzt? Und wieso schreibst du diese Rezension überhaupt? Normalerweise versuche ich bei Rezensionen eine gewisse Subjektivität zu behalten. Eine gewisse Erfahrung hat mich gelehrt, was ein gutes Buch ausmacht. Ich kann das objektiv so sagen, dass ein Grossteil der Leute mir, objektiv, auch so zustimmen kann. Nun, bei Gedichten ist das anders. Natürlich, ich kann gut sagen, wenn etwas ein wirklich schlechtes Gedicht ist, das kann jeder (Nun ja, ausser die Autoren selbst, manchmal - sorry, falls ihr dazu gehört, mit der Erfahrung kommt auch die Erleuchtung - meine ersten Gedichte waren auch richtig schlimm Grütze, ihr seid nicht alleine, auch wenn ihr das erst in Zukunft kapieren werden, dann lasst euch gesagt sein; ihr werdet nicht alleine gewesen sein!). Aber darüber hinaus? Sobald ein Gedicht einen gewissen Punkt erreicht hat, ist es so gut wie unmöglich noch objektive Aussagen zu machen (Vielleicht nicht umbedingt objektive, aber... ach, ich habe keine Ahnung, wie man das anständig beschreiben kann. Wie schon gesagt, das ist alles einfach kompliziert. Sehr kompliziert.). Die Geschmäcker gehen auseinander, die Meinungen teilen sich, Präferenzen kommen ins Spiel.
Nehmen wir mich als Beispiel: Ich mag Poes Gedichte nicht. (OMG! D: ) Manchmal mag ich manche Zeilen und was sie damit machen, manchmal mag ich ihre Aussagen, aber allgemein mag ich sie eigentlich nicht sonderlich. Ich habe versucht sie zu mögen, aber schlussendlich sind sie nicht wirklich mein Fall. Ich weiss, dass sie eigentlich gut sind, ich weiss, dass sie eigentlich beliebt sind, aber es ist einfach nicht meines. Das Gleiche könnte ich noch über ein paar andere Gedichte-Autoren-Leute bzw. ihre Werke sagen. Allerdings, und das ist mein zweites Problem, nicht auf sonderlich viele, weil ich nicht sonderlich viele Gedichte lese. Natürlich, immer wieder kommt es vor und ich habe sicherlich mehr Ahnung von Gedichten als so der durchschnittliche Mensch. Genug Ahnung, dass man mich im Schulunterricht mit keinem Autoren (und in manchen Fällen auch mit keinen Gedichten) überraschen konnte. Aber unter Menschen, die Ahnung von Gedichten haben, bin ich ein niemand. Und das ist mir schmerzlich bewusst. 
Ich bin also keine gute Referenz, wenn es darum geht Gedichte zu bewerten, nicht nur, wegen einem Mangel an Wissen, sondern auch, wegen der quälenden Gewissheit, dass Gedichtempfehlungen absolut nichtsagend sein könnten. Wieso ich diese Rezension trotzdem schreibe? Weil das hier meine Meinung über dieses Buch ist und ich die sagen will. Ganz einfach.

In diesem Fall möchte ich sagen, dass die Gedichte bei mir fantastisch funktioniert haben. Etwa die Hälfte von ihnen ist mir kalt die Wirbelsäule hinunter gekrabbelt, ein weiteres Viertel hat eine Bassseite angeschlagen, die gerade durch meinen ganzen Körper läuft und der Rest war immer noch gut.
Die dargestellte Dunkelheit, die Szenerien, die Twists, die (eher) schlichte Wortwahl. Alles war wunderschön.
Das hat schon beim ersten Angefangen und sich dann gezogen.
Natürlich erkennt man einige sehr bekannte Motive wieder, man sieht Themen, mit denen man sich selber schon befasst hat, aber dann sind diese wieder in neue Worte gehüllt, haben ein neues Gesicht bekommen, einen neuen Twist, eine neue, winzige, Geschichte und ich denke mir nur "Woah.". 

"Woah."

Dabei will ich es belassen. Bei einem simplen: "Woah.".

Bewertung:

4.5/5 Sternen nach der guten alten Goodreads-Art. (Ich sollte mir mal noch etwas eigenes Ausdenken.)

Details:

Name: In my darkest hours
Autor: Eva Lucia
Seitenanzahl: 36
Wo?: Website von Eva Lucia

Kommentare

  1. Thank you so much for this awesome review! I'm truly touched.
    I really appreciate it.

    - Eva Lucia xx

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts.

Schloss aus Glas

Auch dir könnten diese Bücher gefallen

Blaue Tulpen