Das Gegenteil von Einsamkeit


Das Gegenteil von Einsamkeit von Marina Keegan

Zusammenfassung:

Nur wenige Tage nach ihrem Yale-Abschluss stirbt die 22jährige Marina Keegan bei einem Autounfall. Und hinterlässt der Welt brillante Stories voller Lebenslust. "Das Gegenteil von Einsamkeit" bewegt Millionen Menschen in hundert Ländern. Marina Keegan war ein Ausnahmetalent. Sie vereint schwerelosen, sensiblen Optimismus mit literarischer Reife. Die Stories sind klangvoll, witzig, und doch gebrochen, manchmal wild und angriffslustig; sie sind ein stürmisches Plädoyer für die Jugend, die Lebensfreude, begeistern durch ihre Hoffnung und Entschiedenheit: Lasst euch nicht gleich von McKinsey anfeuern, findet euere Bestimmung, habt Vertrauen in eure Zukunft! Eine flammende Aufforderung, die eigene Jugend und den Sinn des Lebens (wieder) zu entdecken.

Rezension:
Im März starb er. Ich machte mir gerade eine Thaisuppe in der Mikrowelle, als mich sein bester Freund anrief und fragte, ob ich wisse, in welchem Krankenhaus er liegt. 
"Wer?", fragte ich. 
"Brian", sagte er. "Weisst du es denn nicht?"
Ich habe keine Ahnung, wer auf die Idee gekommen ist, Marina Keegans Kurzgeschichten als "Stories voller Lebenslust" zu beschreiben. Ihre Kurzgeschichten sind sich alle sehr ähnlich - vom Gefühl und dem konkreten Aufbau her. Es ist immer etwas melancholisches, immer ist irgendetwas zerronnen (was genau das etwas ist variiert recht stark), sie sind traurig oder zumindest düster-grüblerisch (was man auch mit traurig gleichsetzen kann, wenn man will). Ihr Essays sind etwas fröhlicher (teilweise), aber auch diese sind meistens von gewissen Unsicherheiten geprägt. Wirklich. Keine Ahnung, wie jemand auf den Begriff "Stories voller Lebenslust" gekommen ist, nachdem man das gelesen hat, den das sind sie, aus meiner Sicht, ganz sicher nicht.

Damit einher kommt natürlich, dass Keegan es geschafft hat, diese melancholisch-grüblerische Atmosphäre in jeder ihrer Geschichten einzufangen und wiederzugeben. Es ist angenehm zu lesen, wenn ich mich auch an manchen Stellen der Geschichten etwas gelangweilt habe, weil die Atmosphäre so einseitig ist. Dazu muss gesagt werden, dass ich Kurzgeschichten eigentlich sehr mag und ich mag besonders Kurzgeschichten, mit genau dieser Atmosphäre, aber hier hat sich das teilweise sehr einseitig angefühlt - es gab keine Kontraste, keine Auflockerung, keine Verdichtung, es war einfach. 

Bewertung:

Ich habe immer wieder zwischen 4 und 3 Sternen geschwankt - je nachdem wie versunken in der Atmosphäre oder gelangweilt ich war. Es passiert also mal wieder ein Kompromiss. 3.5/5 Sterne.

Details:

Name: Das Gegenteil von Einsamkeit
Original: The Opposite of Loneliness
Autor: Marina Keegan
Verlag: S. Fischer
Seitenanzahl: 288
Wo?: Amazon

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