Wer die Lilie träumt (The Raven Cycle #2)


Wer die Lilie träumt (The Raven Cycle #2) von Maggie Stiefvater

Zusammenfassung:

Mit jedem Tag, den Blue mit Gansey verbringt, fällt es ihr schwerer, sich nicht in ihn zu verlieben - obwohl sie weiss, dass ein Kuss von ihr der Grund für seinen nahen Tod sein könnte. Sie ist fasziniert von seiner leidenschaftlichen Suche nach dem verschwundenen König Glendower, und in der knisternden Hitze des Sommers kommen Blue, Gansey und die Raven Boys diesem Ziel immer näher. Vor allem Ronans Fähigkeit, Gegenstände aus seinen Träumen in die reale Welt zu bringen, lässt die Lösung greifbar werden. Doch das Spiel mit der Traumwelt ist gefährlich und Blue und ihre Freude sind nicht die Einzigen, die sich ihre Wünsche herbeiträumen wollen...

Rezension:
Es hatte etwas Rührendes an sich, fand Ronan, wie sie ihm alle dabei halfen, einen Kadaver zu vergraben. Es wäre ihm zwar lieber gewesen, wenn die Kreatur in seinen Träumen geblieben wäre, andererseits, wenn schon etwas entwischen musste, dann lieber dieses Ding als etwas aus seinem letzten ausser Kontrolle geratenen Albtraum.
Uff, hat ein Weilchen gedauert, bis ich damit durchgekommen bin, da sind die letzte Woche einige Dinge zusammengekommen und dann war ich immer entweder zu beschäftigt oder zu müde, um noch zu lesen. Dabei wollte ich das eigentlich wirklich machen! Dieses Buch hat mich auf sehr ungewöhnliche Art und Weise sehr in seinen Bann gezogen, dabei weiss ich noch nicht, ob es tatsächlich gut oder nicht ist, ich kann nicht einmal sagen, ob es viele Dinge gut und einige schlecht oder viele Dinge schlecht und einige gut gemacht hat. Sehr merkwürdig, wirklich. 


Falls das noch nicht klar ist: Ich habe, wie schon bei Wen der Rabe ruft sehr grosse Schwierigkeiten, dieses Buch einzuordnen. Wobei ich glaube, dass es sogar noch schlimmer geworden ist. Um mich mal kurz an eine merkwürdige Metapher zu wagen: Es ist, als wäre die ganze Geschichte in einen dicken Nebelschleier gehüllt. Ich stehe davor und versuche zu erkennen, war darin vor sich geht. Natürlich sehe ich nichts, zumindest nicht viel - was ich sehe ist eine enorme, hübsche Nebelwand und wage Gestalten oder Schemen die sich dahinter zu bewegen scheinen. Aus dieser Perspektive wirkt alles schön und unheimlich und wage und mysteriös und interessant, aber wie sieht der Ort bei Sonnenlicht aus, wie ist er tatsächlich? 

Also, ja, zu diesem Zeitpunkt betrachte ich das Buch noch als sehr positiv - es gefällt mir sogar besser als der erste Teil, weil Ronan mir von all den Menschen im Buch am sympathischsten/er am interessantesten ist. Seine Fähigkeiten sind cool, ausserdem hat er eine sehr präzise Beobachtungsgabe. Seine Beziehung zu Kavinsky ist auch ziemlich faszinierend. Gleichzeitig ist er aber auch unheimlich wage und ich habe einfach irgendwie keine Ahnung, was genau ich von vielem halten soll, das er macht/sagt/denkt, weil es so ohne Erklärung im Raum steht. 

Das verunsichert mich einfach durch das ganze Buch durch, wie wage alles ist. Und ich meine wirklich absolut alles. Normalerweise weiss ich es zu schätzen, wenn man den Leser (also mich) ein wenig selber denken lässt, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass hier einfach zu wenig Informationen vorhanden sind, um sich ein akkurates Bild der Situation zu machen. Obwohl mich das aber sehr verunsichert, finde ich es auch irgendwie sehr klasse, weil es für diese ganz spezielle Atomsphäre sorgt, von der ich nicht weiss, was ich von ihr halten soll. Wie schon im ersten Buch gilt hier: Es werden 1001 Mysterien erwähnt und vielleicht 5 aufgedeckt (minimal mehr als im letzten Buch, glaube ich). 

Mhm. Ich weiss echt nicht. Ich bin sehr verunsichert. Klar kann ich aber auch sagen, dass mir einige Dinge klar missfallen haben: Wieso sich Blue jetzt genau in Gansey verliebt ist mir z.B. auf schmerzhafte Art unklar. Es gibt irgendwie keine konkrete Erklärung, weshalb es sich so anfühlt, als würden sie sich einfach verlieben, um der Dramatik wegen verliebt zu sein. Meh. Die Kussszene zwischen Noah und Blue war auch total random und hat mich gestört.

Nun ja, viel mehr kann ich auch nicht sagen. Ich habe genug klar gemacht, wie sehr mich das Buch verunsichert, glaube ich. Das Ende hat mich übrigens sehr überrascht. Im ersten Moment musste ich lachen, weil es einfach viel zu abrupt kam, viel zu sehr "in die Fresse", im zweiten Moment hat mir das dann aber eigentlich einfach nur noch gefallen, irgendwie hat es auf befremdliche Art sehr in die ganze Geschichte gepasst.

Bewertung:

4/5 Sterne - wie gesagt, noch ist alles positive, wenn auch verwirrend. 

Details:

Name: Wer die Lilie träumt
Original: The Dream Thieves
Reihe: The Raven Cycle
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: script5
Seitenanzahl: 528
Wo?: Amazon

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